Massiver Stromverbrauch: So viel Energie wird beim Bitcoin-Mining verbraucht

18.9.2021

Wie viel Energie wird von Bitcoin Mining verbraucht?

Massiver Stromverbrauch: So viel Energie wird beim Bitcoin-Mining verbraucht

Massiver Stromverbrauch: So viel Energie wird beim Bitcoin-Mining verbraucht

Mit anderen Worten: Jede Bitcoin-Transaktion verursacht über Kilo CO2. Das entspricht hunderttausenden Kreditkartentransaktionen. Und zuletzt: Da das Schürfen der Bitcoins für die Server ziemlich anstrengend ist, muss dafür auch Technik produziert werden, die wiederum schnell verschlissen ist. Rein wirtschaftlich gesehen bietet es sich natürlich an, die Bitcoin-Computer dort hinzustellen, wo der Strom billigt ist. Das ist z. Der billige Strom entsteht vor allem aus fossilem Brennstoff. Und dessen Verbrauch für die Bitcoin-Schürfindustrie nimmt unkontrolliert zu.

Davor warnt eine neue Studie, die jetzt im Fachblatt Nature Communications erschienen ist. Die Botschaft: Ohne strengere Vorschriften könnte das die globalen Nachhaltigkeitsanstrengungen untergraben. Die Forschenden haben dazu ein Kohlenstoffemissionsmodell entworfen, mit dem sie den zu erwartenden Energieverbrauch errechnen konnten — mit Blick auf Bitcoin-Blockchain-Operationen im Billigstromland China. In drei Jahren, , soll der Verbrauch seinen Höhepunkt erreichen und Millionen Tonnen CO2 verursachen. Das sei mehr als die gesamten jährlichen Emissionen von Tschechien oder Italien. Frankfurt Schon Ende vergangener Woche hatte Tesla -Chef Elon Musk für einen Kurseinbruch am Kryptomarkt gesorgt, als er in einem Tweet ankündigte, dass sein Konzern den Bitcoin nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren werde. Tatsächlich ist der hohe Energieverbrauch des Bitcoin schon lange bekannt.

Darauf basiert auch die Währung Ether. Wie das Bitcoin-Netzwerk verbraucht Ethereum sehr viel Energie, Tendenz steigend. Dessen Erfinder, Vitalik Buterin, will das ändern: «Es ist eine enorme Verschwendung von Ressourcen, selbst wenn man nicht glaubt, dass Verschmutzung und Kohlendioxid Probleme sind. Es gibt echte Konsumenten, echte Menschen, deren Bedarf nach Elektrizität durch Kryptowährungen verdrängt wird», zitiert ihn das Magazin des internationalen Ingenieurverbands IEEE. Doch warum sind diese Krypto-Netzwerke überhaupt so energieaufwendig. Um den massiven Stromverbrauch zu verstehen, muss klar sein, was die Krypto-Netzwerke überhaupt leisten wollen. Der weltweite Zahlungsverkehr basiert grösstenteils auf unserem Vertrauen in Finanzinstitutionen. Sie sind es, die sicherstellen, dass jemand Guthaben überweisen und jemand anderes das Guthaben empfangen kann.

Eine Instanz, etwa eine Bank, stellt sicher, dass alle Kontostände korrekt sind. Sie hat die Übersicht und koordiniert. Diese zentrale Drittpartei wollen Krypto-Netzwerke aber ausschalten. Das macht unabhängig von Institutionen und ihren Servern. Dafür nutzen sie die sogenannte «Blockchain», eine dezentrale Art der Speicherung. Eine Blockchain ist eine Liste von Transaktionen. Ist eine Überweisung gemacht, bleibt das in der Blockchain vermerkt. Die Liste ist einsehbar , allerdings ist die Identität der Teilnehmer unbekannt. Sie alle verstecken sich hinter einer ID aus Nummern und Buchstaben. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher 2-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr rund 3. Die Schätzung des Ökonoms de Vries ein Jahr zuvor ging davon aus, dass rund Dieser theoretische Minimalwert basiert allerdings auf der Annahme, dass bei allen Minern die effizienteste Hardware zum Einsatz kommt, etwa sogenannte Asic-Miner.

Bitcoin-Stromverbrauch steigt seit Jahren an So geht etwa der sogenannte " Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index " der gleichnamigen britischen Universität derzeit von einem jährlichen Energieverbrauch von knapp Terrawattstunden TWh aus. Werden Bitcoin und Co. Zweifellos wird das nicht der Fall sein. Dafür gibt es mehrere Gründe. Bitcoin Lightning Network Node Easy Setup: miniz v1. Einer davon ist, dass die Erzeugung von Bitcoins derzeit immer noch maximal ein Prozent des globalen Stromverbrauchs ausmacht. Eine sehr kleine Menge im Vergleich zum weltweiten Stromverbrauch. Selbst wenn sich der Betrag verzehnfacht, müsste insgesamt lediglich 10 Prozent mehr Energie produziert werden, um die Aufwände für die Kryptowährung auszugleichen.

Weil die Weltwirtschaft ohnehin einen steigenden Strombedarf hat, ist das kein riesiger Faktor, der den Plan für die Energiewende zerstören könnte. Vielmehr ist es wichtig, schon jetzt Mining-Farmen in umweltfreundliche Länder mit hohen und nachhaltigen Standards bei der Stromerzeugung zu bringen. Wie könnte beim Mining weniger Energie draufgehen. Es gibt einige Lösungsvorschläge, um den massiven Energiehunger beim Bitcoin-Mining zu drosseln. Einige Kryptowährungen sind umweltfreundlicher , weil sie weniger Strom verbrauchen. Sie verifizieren Transaktionen anders, das aufwendige Hashing fällt weg. Zu diesen Währungen gehören Ripple oder Cardano.

Manche Forscher:innen wünschen sich ähnliche Ansätze für Bitcoin. Dann würde weniger Computerleistung gebraucht, und damit weniger Strom. Wissenschaftler:innen der TU München regen an, über eine Regulierung von Krypto-Mining zu diskutieren — zumindest an Orten, an denen Strom nicht aus erneuerbaren Energien stammt. Dann könnte Mining nur noch an Orten mit Ökostrom erlaubt werden. Weitere Lösungen könnten laut Expert:innen eine CO2-Steuer oder Anforderungen an die Energie-Effizienz der Miner sein. Zwar wird durch Bitcoin die Umwelt wesentlich weniger belastet als durch Autos und Industrie, trotzdem haben sich viele Miner dort angesiedelt, wo es billigen Strom aus Wasserkraft statt aus Kohle gibt.

Neben Bitcoin gibt es noch andere Kryptowährungen und auch die brauchen Energie. Sie haben laut de Vries im letzten Jahr zusammen etwa halb so viel Strom verbraucht wie Bitcoin. Einige verwenden eine ähnliche Mining-Technik wie Bitcoin. Andere verwenden Alternativen, bei denen der Prozess der Blockbildung vom Vermögen und nicht von der Rechenleistung abhängt. Dadurch würde der Anreiz spezialisierte Mining-Hardware zu verwenden, beseitigt werden und so Energie gespart und Elektromüll reduziert werden. Knapp 80 Prozent der Deutschen haben sich noch nicht um ihren digitalen Nachlass gekümmert.

Das kann die Hinterbliebenen in die Bredouille bringen. März stieg der Kurs der weltweit beliebtesten Kryptowährung auf CoinMarketCap bis auf 61',86 Dollar. Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index Wie die "Tagesschau" berichtet, hat man an der University of Cambridge zur besseren Beurteilung der Thematik den Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index erstellt. Laut diesem werden derzeit auf das Jahr hochgerechnet rund Terawattstunden Strom für das Bitcoin-Mining verwendet. Anzeige Der Kauf von Bitcoin ist recht kompliziert und aufwändig. Doch es gibt auch konservativere Einschätzungen.

Bitcoin-Schürfer lassen die Aufgaben deshalb von speziellen Computern mit besonderer Rechenleistung durchführen, die zu Netzwerken zusammengeschaltet werden. Je höher der Bitcoinkurs, desto lukrativer ist wegen der hohen Stromkosten das Mining. Weil diese dort relativ niedrig sind, spielt der Iran eine wichtige Rolle im Wettbewerb um billige Bitcoins.