Bitcoin: Warum die Kryptowährung so viel Strom verbraucht

26.1.2022

Wie viel Energie verwendet eine Bitcoin-Transaktion?

Bitcoin: Warum die Kryptowährung so viel Strom verbraucht


In drei Jahren, , soll der Verbrauch seinen Höhepunkt erreichen und Millionen Tonnen CO2 verursachen. Das sei mehr als die gesamten jährlichen Emissionen von Tschechien oder Italien. Ein Szenario, das nicht durch CO2-Steuern zu regulieren sei, sondern eher durch eine reglementierende Standortpolitik. Immerhin gibt es bereits sowas wie einen Bitcoin-Stromzähler , der von der Universität Cambridge bereitgestellt wird. Der Graph geht nach oben, so viel ist klar. Schätzungsweise liegt der jährliche Bitcoin-Stromverbrauch bei fast Terrawattstunden Stand: 6. April — ganz Deutschland hatte einen Bruttostromverbrauch von ,6 Terrawattstunden. Bei den Schätzungen der Uni Cambridge wird im Übrigen ein Energiemix mit einem Drittel Ökostrom angenommen.

Das liegt daran, dass auch Wasserkraft in China sehr billig ist. Dass das die Bitcoins sauberer als angenommen macht, weist der IT-Journalist Benedikt Fuest im Interview mit dem Deutschlandfunk aber zurück: "Diese Energie, die da verbraucht wird, die würde sonst anderweitig genutzt. Um auch in Zukunft mit ruhigem Gewissen Bitcoins nachhaltig abbauen zu können, müssen also andere Lösungen her. Die werden auch in Mitteldeutschland gesucht: So beschäftigt sich etwa die Dresdner Blockchain Holding damit, wie Server energieeffizienter betrieben werden können. Bereits seit tut die Firma das, damals noch als Startup Coinbau. Nach eigenen Angaben bietet es schon jetzt die effizienteste Hardware an.

Wo genau das Unternehmen aber in seiner Mission, die langlebigste, effizienteste und leistungsfähigste Hardware für das Mining von Kryptowährung anzubieten, im Augenblick steht, konnte es uns leider noch nicht verraten. Eine andere Lösung: Quantencomputer, mit deutlich mehr Rechenpower. Aber bis wird das nichts mehr. Wenn ein Bitcoin den Besitzer wechselt, werden dafür nach Studien von Digiconomist Kilowattstunden verbraucht. Das entspricht dem Stromverbrauch von Die für die Verarbeitung der ungemein komplexen und stromhungrigen, für eine einzige Transaktion erforderlichen Blockchain-Algorithmen von Computern benötigte Energie würde ausreichen, um 17 US-Haushalte einen Tag lang zu versorgen. Das ist mehr als der gesamte jährliche Stromverbrauch Rumäniens, der 49,6 Terawattstunden betrug.

Obwohl der Preis eines Bitcoins im Dezember auf über Gemäss dem Index der Universität Cambridge verbraucht Bitcoin jetzt jährlich gleich viel Strom wie Norwegen oder Argentinien — oder mehr als die Schweiz 56 TWh und Österreich 67 TWh zusammen. Würde man die gesamte erneuerbare Energieproduktion der Welt für das sogenannte Schürfen, also die Herstellung von Bitcoin , aufwenden, könnte die Kryptowährung nicht mehr lange existieren. Die weltweite Wasserkraft TWh würde 34 -m al reichen, Solar- und Windenergie TWh lediglich 11 -m al und der ganze Biokraftstoff und -abfall TWh sogar nur 5 -m al.

Wie klimaschädlich die Kryptowährung ist, zeigt der Blick auf eine einzelne Bitcoin-Transaktion: Dabei ist der Stromverbrauch so hoch wie jener eines amerikanischen Durchschnittshaushalts in 23 Tagen. Und der anfallende Elektromüll entspricht der Grösse von zwei Golfbällen. Der Blick auf eine einzelne Bitcoin-Transaktion muss nicht nur Klimaaktivisten das Fürchten lehren: Der Stromverbrauch ist so hoch wie jener eines amerikanischen Durchschnittshaushalts in 23 Tagen. Wohlgemerkt: Das alles gilt für eine einzige Transaktion. Zwar nutzen angeblich drei Viertel aller Rechenzentren unter anderem erneuerbare Energien. Doch zum einen reichen Wind und Wasser oft nicht aus, um die Bitcoin-Produktion vorwiegend in China sicherzustellen.

Zum anderen haben Glücksjäger, die wie in Kasachstan mit Staatsgeldern Bitcoin verschlüsselt herstellen, anderes im Sinn als sauberen Strom. Vielleicht sollten Vermögensverwalter, die sich, ach so, nachhaltig geben und trotzdem Bitcoin kaufen, mal darüber nachdenken. Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben. Die Inflation hat im Juli deutlich zugelegt. Anleger haben unterschiedliche Möglichkeiten, sich abzusichern. Eine sind inflationsgeschützte Anleihen. Aber auch die haben leider Haken. Jeder im Netzwerk bekommt eine Kopie und alle Kopien sind miteinander verknüpft. Dadurch soll es unmöglich sein, das System zu manipulieren.

Jeder kann ein Teil des Netzwerks werden. Die Voraussetzung ist lediglich ein leistungsstarker, speziell angefertigter Computer - je leistungsfähiger, desto besser. Diese Computer lösen immer schwierigere mathematische Probleme, um alles am Laufen zu halten und neue Bitcoin zu schürfen. Um eine Überhitzung zu vermeiden, müssen die geschäftigen Maschinen kühl gehalten werden. Die Betreiber dieser Computer, sogenannte Miner, haben die Chance, für ihre Mühen mit Bitcoin belohnt zu werden. Je mehr Rechenleistung sie haben, desto höher sind ihre Chancen, Bitcoin zu schürfen. Wenn der Preis von Bitcoin steigt, wird es somit attraktiver, in mehr Technologie zu investieren. Und wenn mehr Computer im Netzwerk sind, werden die Rechenaufgaben schwieriger und somit braucht es wieder mehr Technologie, um sie erfolgreich zu lösen.

Eine Aufwärtsspirale. Das entspricht laut Digiconomist circa dem Stromverbrauch von Pakistan. Zur Einordnung: Deutschland liegt jährlich bei einem Stromverbrauch von TWh. Das passt natürlich nicht zu Teslas Firmencredo, das wie folgt lautet: "Unsere Mission ist es, den Übergang der Welt zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen". Für viele stellt sich nun die Frage, wieviel Strom verbraucht die Kryptowährung nun tatsächlich? Wie hoch der Strombedarf des Bitcoin insgesamt ausfällt, kann man nirgendwo exakt ablesen. Die Plattform Digiconomist des niederländischen Ökonomen Alex de Vries schätzt, dass jährlich knapp Terawattstunden dafür anfallen. Forscher am Center for Alternative Finance der Universität Cambridge kommen auf einen noch etwas höheren Wert: Sie haben einen Jahresverbrauch von rund Terawattstunden pro Jahr errechnet.

So viel Energie verbrauchen auch ungefähr die Niederlande, ein Land mit 17 Millionen Einwohnern. Das entspricht knapp einer Million Buchungen beim Kreditkartenanbieter Visa oder dem Konsum von rund Der Energiebedarf ist auf die Vorgaben des Erfinders des Bitcoin zurückzuführen, der nur unter dem Pseudonym "Satoshi Nakomoto" bekannt ist. Er musste einen Weg finden, um Doppelausgaben des Digitalgeldes zu verhindern.