Infektionen des ZNS

29.11.2021

Was ist die Krankheit als Kryptokokken-Meningitis bekannt?

Infektionen des ZNS

Infektionen des ZNS

Diese Seite wird nur mit JavaScript korrekt dargestellt. Bitte schalten Sie JavaScript in Ihrem Browser ein. Allgemeines Experteninterviews Gesundheit Storys Ehrungen News. Autor des Fachartikels. Leading Medicine Guide Redaktion. Ihr Weg zum richtigen Arzt: Kryptokokkose Kostenfrei anfragen. Kryptokokkose Fälle in Deutschland zur Karte. Definition: Was ist Kryptokokkose. Häufigkeit der Kryptokokkose Die Kryptokokkose tritt weltweit auf, allerdings kommt sie in den USA und auch in Südostasien sehr viel häufiger vor als in Europa. Was sind die Ursachen einer Kryptokokkose. Cryptococcus neoformans als Auslöser Der Hefepilz Cryptococcus neoformans, der für die Kryptokokkose verantwortlich ist, vermehrt sich durch Sprossenbildung. Die Übertragung des Krankheitserreger Im Darm der Vögel kann sich der Erreger Cryptococcus neoformans wunderbar vermehren.

Die verschiedenen Bestandteile des Zentralnervensystems können durch mikrobielle Infektionen befallen werden. Weiterhin kommt es selten zu einer subduralen, d. Bei der überwiegenden Mehrzahl dieser Erkrankungen erfolgt die Infektion über die Blutbahn. Der zugrundeliegende Infektionsherd findet sich dabei meist im Nasen-Rachenraum, aber auch eine Otitis media, eine Mastoiditis oder Sinusitis kann der Ausgangspunkt der Infektion sein. Kryptokokken im Gehirn. Gefährliche Parasiten Toxoplasmen sind Einzeller, die sich in Zellen von Mensch und Tier vermehren. Toxoplasmose Infektion HIV-Infektion Brechdurchfall Gehirn Erbrechen Aids HIV. Das könnte Sie auch interessieren. Die Newsletter Ihrer PZ halten Sie immer auf dem Laufenden. April ein neues Medikament zur Behandlung von Erwachsenen mit multiresistenter HIVInfektion verfügbar.

Der Wirkstoff Fostemsavir ist ein Prodrug, dessen aktiver Metabolit Temsavir das Eindringen der HI-Viren in menschliche Zellen verhindert. Zoonosen durch Haustiere Freunde mit Risiken Etliche Studien zeigen, dass Haustiere gut für die Gesundheit sind. Wenn eine Hirnhautentzündung andere Ursachen als Bakterien oder Viren hat, wird nach Möglichkeit der Auslöser entsprechend behandelt. So werden zum Beispiel bei einer durch Pilze verursachten Meningitis Pilzmittel Antimykotika verschrieben. Gegen Bandwürmer werden Wurmmittel Anthelminthika eingesetzt.

Stecken eine Sarkoidose, Krebs oder eine andere Grunderkrankung hinter der Hirnhautentzündung, wird diese gezielt behandelt. Die Hirnhautentzündung ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Die Prognose hängt unter anderem davon ab, welcher Erreger die Meningitis verursacht und wie rasch der Patient fachgerecht behandelt wird. Besonders die bakterielle Meningitis ist ein Notfall , der schnellstens mit Antibiotika behandelt werden muss. Unbehandelt endet sie praktisch immer tödlich. Bei rechtzeitiger Behandlung ist aber die Aussicht gut, dass der Patient wieder ganz gesund wird. Wie hoch die Chancen auf vollständige Genesung sind, hängt vom genauen Erregertyp und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. Beispielsweise ist die Prognose für Säuglinge und manchmal für Senioren ungünstiger, da ihr Immunsystem oft nicht so leistungsfähig ist wie bei einem gesunden Erwachsenen.

Eine virale Meningitis ist meist viel weniger lebensbedrohlich als eine bakterielle Meningitis. Aber auch hier hängt die Prognose vom jeweiligen Virus und vom körperlichen Allgemeinzustand ab. Kritisch sind insbesondere die ersten Tage. Ethereum seit Jahresbeginn um das Fünffache gestiegen - ethereum. Hat der Betroffene diese gut überstanden, sind die Heilungschancen meist gut. Eine virale Meningitis heilt dann im Allgemeinen innerhalb von mehreren Wochen ohne Folgeschäden aus. In manchen Fällen kann eine Hirnhautentzündung bleibende neurologische Schäden nach sich ziehen. Dazu gehören Gehörschäden, Lähmungserscheinungen oder Beeinträchtigungen der Psyche oder des Verhaltens. Komplikationen und Langzeitschäden treten vermehrt dann auf, wenn die Entzündung zusätzlich auf das Gehirn übergreift Meningoenzephalitis.

Wenn man einer Meningitis vorbeugen möchte, sollte man sich nach Möglichkeit vor allem vor Infektionen mit den häufigsten Erregern Viren und Bakterien schützen. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut RKI empfiehlt verschiedene Impfungen für alle Kinder. Dazu zählen auch drei Impfungen gegen häufige Erreger einer bakteriellen Meningitis: Meningokokken-Impfung , Pneumokokken-Impfung und Haemophilus influenzae Typ B-Impfung. Das Immunsystem von kleinen Kindern ist noch nicht ausgereift und kann deshalb Erreger nicht so gut abwehren. Darum lässt sich mit diesen drei Impfungen das Risiko einer bakteriellen Hirnhautentzündung deutlich senken:. Es gibt verschiedene Untergruppen Serogruppen von Meningokokken. In Europa wird eine Meningokokken-Meningitis meist durch die Serogruppen B und C ausgelöst.

Eine Hirnhautentzündung durch Meningokokken C ist seltener, verläuft aber oft schwer und mit Komplikationen wie das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom. Alle Kinder im 2. Lebensjahr sollten deshalb gegen Meningokokken C geimpft werden. Wird dieser Impftermin verpasst, sollte die Impfung bis zum Lebensjahr nachgeholt werden. Gegen die viel häufigere Meningokokken-B-Meningitis gibt es seit Ende einen eigenen Impfstoff. Bei Kleinkindern wird er in vier Impfdosen verabreicht. Bei älteren Kindern genügen zwei Impfdosen. Bislang liegen der STIKO noch nicht ausreichend Daten vor, um diese Impfung für alle Kinder zu empfehlen. Aktuell wird die Meningokokken-B-Impfung deshalb nur Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen geraten - meist zusätzlich zur kombinierten Impfung gegen Meningokokken A, C, W und Y.

Bei Patienten mit AIDS, kann eine Kryptokokkenmeningitis minimale oder gar keine Symptome verursachen, Kopfschmerzen treten aber häufig auf; manchmal kommt es auch zu langsam progressiven veränderten Bewusstseinszuständen. Disseminierte Kryptokokkose kann sich in Form von pustulösen, papulösen, nodulären oder ulzerierten Hautläsionen manifestieren. Die Läsionen können denjenigen bei Akne, Dellwarzen oder Basalzellkarzinom ähneln. Weil die meisten Beschwerden bei einer Kryptokokkenmeningitis dem Hirnödem zuzuschreiben sind, sind sie meist unspezifisch z.

Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Verwirrung, Depression, Agitation oder andere Verhaltensstörungen. Mit der Ausnahme von okularen oder fazialen Lähmungen kommen fokale Symptome nur selten und erst relativ spät im Verlauf vor. Aufgrund des Hirnödems kann es zu Blindheit oder einer direkten Beteiligung des Tractus opticus kommen. Viele Patienten mit Kryptokokken-Lungeninfektion sind asymptomatisch. Die an Pneumonie erkrankten haben meist Husten und andere unspezifische respiratorische Symptome. AIDS-assoziierte Lungeninfekte durch Kryptokokken können sich jedoch auch als schwere progressive Pneumonie mit akuter Dyspnoe manifestieren und mit einem Röntgenbild einhergehen, das wie eine Pneumocystis -Infektion aussieht.

Die Ausbreitung über die Haut kann sich als pustuläre, papuläre, noduläre oder ulzerierte Läsionen manifestieren, die gelegentlich an Akne , Molluscum contagiosum oder ein Basalzellkarzinom erinnern. Die klinische Diagnose der Kryptokokkose basiert auf den Symptomen einer indolenten Infektion bei immunkompetenten Patienten und denen einer schwereren, fortschreitenden Infektion bei immungeschwächten Patienten. Sie gehen alle mit hoher Mortalität einher. Die chronische Meningitis zählt zu den seltenen Erkrankungen. Genaue Inzidenzzahlen sind nicht bekannt, beim Immuninkompetenten ist jedoch häufiger an diese Erkrankung zu denken als beim Immunkompetenten.

Aufgrund der initial oft unspezifischen Symptome vergehen bei vielen Patienten oft Wochen bis Monate bis zur definitiven Diagnosestellung. Häufig sind im Vorfeld bereits andere Diagnosen gestellt, Zusatzuntersuchungen eingeleitet, verschiedene Spezialisten konsultiert und diverse Behandlungen eingeleitet worden. Die Definition einer chronischen Meningitis geht auf J. Ellner und J. Bennet im Jahre zurück. Sie beschrieben diese als meningeale Irritation bzw. Inflammation, die zu einer Pleozytose im Liquor führt und länger als 4 Wochen besteht. Klinisch präsentieren sich die Patienten mit einer subakut beginnenden Meningitis — ein akuter Beginn ist gelegentlich jedoch möglich — mit persistierenden, im Verlauf therapierefraktären Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und subfebrilen Temperaturen. Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl sind bei einer chronischen Meningitis in der Regel nur milde vorhanden.

Im Vordergrund der somatischen Beeinträchtigung stehen die therapierefraktären Kopfschmerzen. Bei Fortschreiten der Erkrankung kommt es häufig zum Übergreifen der Infektion von den Meningen auf das Hirngewebe, sodass zusätzlich neurologische Herdsymptome und epileptische Anfälle auftreten können. Eine Begleitvaskulitis oder ein Hydrocephalus occlusus können zu einer akuten Verschlechterung und einer vital bedrohlichen Situation führen. Seh- und Schluckstörungen sind Hinweise für eine vorwiegende Inflammation basaler meningealer Strukturen mit Infiltration der Hirnnerven. Primär ist zwischen infektiösen und nichtinfektiösen Ursachen zu unterscheiden Tab. Verschiedene pathogene Mechanismen können zur chronischen Inflammation der Meningen mit einer Pleozytose des Liquors führen:.

Die Erreger können direkt Meningen, perivaskulären Raum und Hirngewebe infiltrieren, während z. Tuberkulosebakterien eine Granulombildung in den Meningen und im Hirnparenchym begünstigen und damit neben dem meningealem Symptom auch fokal neurologische Herdsymptome verursachen. Chemische Substanzen, Medikamente und systemische Infektionen z. Eine wichtige nichtinfektiöse Ursache einer chronischen Meningitis ist des Weiteren die Meningeosis neoplastica Meningeosis carcinomatosa, Meningeosis leucaemica, Meningeosis lymphomatosa : Meningen und Hirngewebe werden direkt von Tumorzellen infiltriert. Die Erkrankung zeigt meist einen fulminanten Verlauf und führt unbehandelt zum raschen Tod des Patienten.

Aufgrund der Komplexität der möglichen Ursachen ist die Diagnosefindung oft schwierig, aufwendig und langwierig. Das breite Spektrum erregerassoziierter und nichterregerassoziierter Ursachen einer chronischen Meningitis erfordert in der Abklärung einen diagnostischen Algorithmus. Neben einer ausführlichen Anamnese Exposition, Kontakt, Reiseanamnese, Medikamente ist das exakte Erheben von Begleitsymptomen anderer Organe Uveitis, Ulzera, Hauterscheinungen oft wegweisend für weitere diagnostische Schritte. Die Basisdiagnostik umfasst Blutanalyse, serologische und mikrobiologische Aufarbeitung des Liquors und neben der spezifischen zerebralen Bildgebung meist auch eine strukturelle Abklärung anderer Organe Tab.

Thorax-CT, Sonografie oder CT von Abdomen, Retroperitoneum, CT-Angiografie, transkranielle Doppler-Sonografie, zerebrale Panangiografie bei Verdacht auf Vaskulitis , EEG bei Enzephalitis, SSPE. Meningenbiopsie, Hirnbiopsie primär granulomatöse Angiitis, Sarkoidose oder spezifische extrameningeale Biopsie z. Lymphknoten, Knochenmark. ACE, »angiotensin-converting enzyme«; ANA, antinukleäre Antikörper; ANCA, antineutrophile zytoplasmatische Antikörper; HLA, humane Leukozytenantigene; KM, Kontrastmittel; SSPE, subakute, sklerosierende Panenzephalitis; VDRL, Venereal Disease Research Laboratory Test. ACE, »angiotensin-converting enzyme«; AFB, »acid fast bacilli« säurefeste Stäbchen ; ANCA, antineutrophiler zytoplasmatischer Antikörper; SSPE, subakute, sklerosierende Panenzephalitis.

In unseren Breiten sind bei immunkompetenten Patienten Mycobacterium tuberculosis, eine chronische Entzündung parameningealer Strukturen und eine Meningeosis neoplastica die häufigsten Ursachen einer chronischen Meningitis. Die 2 wichtigsten Differenzialdiagnosen bei Patienten mit chronischer Meningitis sind die ZNS-Tuberkulose und die Meningeosis carcinomatosa Tab. Neben Infektionen mit opportunistischen Keimen sind steigende Inzidenzzahlen an chronischen Meningitiden in Zusammenhang mit der längeren Lebenserwartung von Patienten unter immunmodulatorischer Therapie bei Autoimmunerkrankungen und nach Organtransplantationen, bei HIV-Erkrankungen und unter zytostatischer Therapie bei Malignomerkrankungen zu sehen.

Mycobacterium tuberculosis, Cryptococcus neoformans, Toxoplasma gondii, Zytomegalie- und JC-Virus sind die häufigsten Erreger beim immunkompromittierten Patienten. Sie ist bei Verdacht auf chronische Meningitis stets angezeigt und mit Kontrastverstärkung durchzuführen. Die meningeale Kontrastmittelaufnahme kann als indirektes Zeichen der Schwere der Inflammation gewertet werden, sie gibt zudem eine lokalisatorische Information der Entzündung Abb. Die Bildgebung ist jedoch nicht diagnostisch. Die Liquorgewinnung ist zur Diagnose und weiteren mikrobiologischen und serologischen Aufarbeitung einer chronischen Meningitis essenziell. Die Liquoranalyse ist unspezifisch, zeigt vorwiegend eine lymphozytäre Pleozytose und eine Proteinerhöhung; das Liquor-Serum-Glukose-Verhältnis kann sowohl normal als auch erniedrigt sein.

Bei der mikrobiologischen Aufarbeitung ist neben den Standardfärbungen Gram, Methylenblau auf die spezifischen Färbungen bei Verdacht auf Mykobakterien Ziehl-Neelsen-Färbung und Pilzen Tuschepräparat zu achten. Der Nachweis von Virus-DNA mittels PCR ermöglicht für einige infektiöse Erreger einer chronischen Meningitis eine rasche Diagnostik. Sensitivität und Spezifität der Tests sind jedoch für die einzelnen Erreger stets zu beachten. Für viele infektiöse Erreger, insbesondere Pilze und Würmer, sind weiterhin nur serologische Untersuchungsmethoden vorhanden. Diagnostisch aussagekräftig sind der Anstieg erregerspezifischer, intrathekal gebildeter Immunglobuline Titerbewegungen während des Krankheitsverlaufs bzw.

Symptomatisch kommen Analgetika und Antipyretika zum Einsatz. Bei ambulant erworbener Meningitis sind laut Leitlinie initial Cephalosporine der 3. Generation wie Ceftriaxon und Cefotaxim plus Ampicillin Mittel der Wahl. Diese Kombination wirkt gegen Meningokokken, Pneumokokken, Haemophilus influenzae und Listerien. Bei penicillinresistenten Erregern oder Pneumokokken werden zusätzlich Vancomycin oder Rifampicin, bei Nachweis von Listerien zusätzlich Gentamycin empfohlen. Bei nosokomial erworbener Meningitis, zum Beispiel nach Schädel-Hirn-Trauma oder neurochirurgischer Operation, empfiehlt die Leitlinie eine kombinierte Behandlung mit Vancomycin und Meropenem oder Vancomycin und Ceftazidim plus Metronidazol bei operativem Zugang durch Schleimhäute.

Nach Angaben der aktuellen Leitlinie zeigt eine aktualisierte Metaanalyse 25 Studien mit 4. Bei Meningokokken-Meningitis konnte jedoch keine positive Wirkung von Dexamethason nachgewiesen werden. In Entwicklungsländern zum Beispiel in Malawi und Vietnam scheint Dexamethason klinischen Studien zufolge bei der bakteriellen Meningitis nicht zu wirken. Dafür werden folgende Faktoren diskutiert:. Bei klinisch schwerer Pneumokokken-Meningitis profitieren Patienten von einer intensivmedizinischen Therapie mit der Möglichkeit zum invasiven Hirndruckmonitoring und zur Hirndrucktherapie. Bei bakterieller Meningitis sollte keine Hypothermie angewandt werden. In einer prospektiven multizentrischen randomisierten Studie aus Frankreich fand sich bei betroffenen Patienten eine erhöhte Letalität, wenn sie in der Akutphase der Erkrankung mit therapeutischer Hypothermie behandelt wurden.

Die adjuvante Gabe von Glycerol bei Erwachsenen mit bakterieller Meningitis zeigte höhere signifikante Komplikationen und eine erhöhte Sterblichkeit im Vergleich zur Placebogruppe. Aus diesem Grund wurde eine Studie in Malawi abgebrochen. Die Prognose einer Meningitis richtet sich nach Art und Verlauf der Erkrankung sowie dem Therapiebeginn. Im Kleinkindalter und bei betagten Senioren ist die Prognose am schlechtesten. Ebenso erhöht sich das Komplikationsrisiko neurologischer Residuen wie dem Syndrom reaktionsloser Wachheit, motorischen und sensiblen Ausfällen sowie einer ausgeprägten retrograden Amnesie.

Unbehandelt sind die Prognosezahlen weitaus schlechter. Die beste Prognose hat die virale Meningitis. Diese heilt bei unkompliziertem Verlauf meist spontan und vollständig ab. Aufgrund der Schwere des Verlaufs einer Meningokokken-Meningitis steht der Schutz vor Meningokokken im Vordergrund. Wichtig sind vor allem eine strikte Händehygiene, die Vermeidung von Kontakten mit Erkrankten und eine stündige Isolierung des Betroffenen nach Therapiebeginn. An einer Meningokokken-Infektion erkrankte Personen dürfen beispielsweise keine Gemeinschaftseinrichtungen betreten und auch nicht an Veranstaltungen dieser Einrichtung teilnehmen. Darüber hinaus sollte nach Kontakt mit Meningokokken-Erkrankten schnellstmöglich eine Chemoprophylaxe beginnen. Weitere empfehlenswerte Impfungen zum Schutz vor Meningitis sind Impfungen gegen Hämophilus influenzae Typ b, Pneumokokken und FSME.

In Deutschland sind ab dem Alter von zwei Monaten drei konjugierte monovalente Impfstoffe gegen Meningokokken der Serogruppe C zugelassen. Diese Impfung erzeugt bei manchen Patienten, vor allem Kindern, keine ausreichende Immunität. Die nicht ausreichende Wirksamkeit bei Erwachsenen ist der Grund für die Suche nach einer besseren Alternative. Ein Abstrich von Introitus vaginae und Anorektum erlaubt bereits zu diesem Zeitpunkt eine Aussage über den vermutlichen GBS-Kolonisierungsstatus am errechneten Entbindungstermin. Beim Nachweis einer GBS-Besiedlung im Rahmen des Screenings soll keine sofortige Antibiotikatherapie, sondern eine Antibiotikaprophylaxe zum Zeitpunkt der Entbindung mit Wehenbeginn bzw.

Mittel der Wahl ist Penicillin G , welches alle vier Stunden bis zur Entbindung gegeben wird. Ampicillin ist eine wirksame Alternative, die aber durch Förderung von Resistenzentwicklungen bei gramnegativen Erregern aus neonatologischer Sicht Nachteile gegenüber Penicillin hat. Bei Penicillinallergie sollte Cefazolin oder ein Cephalosporin der zweiten Generation genutzt werden. Um einen möglichst hohen schützenden Effekt der Antibiotika-Prophylaxe für das Kind zu erreichen, sollte die erste Gabe des Antibiotikums an die Mutter mehr als vier Stunden vor der Geburt erfolgen. Bei einer primären Schnittentbindung ohne Blasensprung und ohne Wehentätigkeit kann auf eine antibiotische GBS-Prophylaxe verzichtet werden, da das Risiko für eine kindliche GBS-Infektion gering ist.

Frauen, die bereits ein Kind mit einer GBS-Infektion geboren haben, sollten generell unter der Geburt eine Prophylaxe mit einem Antibiotikum erhalten. Auf das Screening kann man bei diesen Frauen verzichten. In Deutschland müssen bei begründetem Verdacht auf das Vorliegen einer Meningokokkenmeningitis die zuständigen Gesundheitsbehörden informiert werden. Die Patienten müssen bis 24 Stunden nach Beginn einer adäquaten Antibiotikatherapie auch isoliert werden. Da die Inkubationszeit in der Regel 3—4 max. Alternativen sind Ciprofloxacin beim Erwachsenen und Ceftriaxon bei Kindern. Bei Schwangeren ist Ceftriaxon das Mittel der Wahl.

Dadurch wird das Risiko der Weitergabe der Erkrankung reduziert. Es schützt aber nicht vor einer zukünftigen Erkrankung. Eine Meningitis ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung und hat unbehandelt eine hohe Sterblichkeitsrate. Aus diesem Grund sollte mit dem Beginn einer Behandlung mit einem Breitband-Antibiotikum je nach Alter und Begleiterkrankungen des Patienten nicht gewartet werden, bis technische Untersuchungen wie eine Liquoruntersuchung die Diagnose bestätigen. Falls eine Meningokokken-Meningitis vermutet wird, soll schon vor Erhalt eines mikrobiologischen Kulturergebnisses mit Antibiogramm eine kalkulierte antibiotische Therapie begonnen bzw.

Bei Flüssigkeitsmangel mit niedrigem Blutdruck oder Schock-Symptomen soll intravenös Flüssigkeit verabreicht werden. Aufgrund der vielfältigen und schweren Komplikationen der Erkrankung sollen die Patienten häufig ärztlich untersucht werden, im Zweifelsfalle ist eine Behandlung auf einer Intensivstation angezeigt. Bei bewusstseinsgestörten Patienten und bei Ateminsuffizienz ist eine Beatmung notwendig.