Krypto-Steuer: So geht's

27.11.2021

So melden Sie Crypto zur Steuererklarung

Krypto-Steuer: So geht's

Krypto-Steuer: So geht's

Sie dürfen aber alle Kosten des Bitcoin-Mining, also zum Beispiel die nötige Hardware und den Strom für deren Betrieb, als Werbungskosten abrechnen. Das Konzept von Kryptowährungen beruht auf Anonymität. Entsprechend gibt es keinerlei Bankunterlagen oder ähnliches, die Sie persönlich als Käufer oder Verkäufer von Bitcoins ausweisen. Entsprechend haben in den vergangenen Jahren viele Privatpersonen Ihre Verkaufsgewinne einfach nicht in der Steuererklärung angegeben. Ihr Geld in Gefahr: Deutschlands Abstieg und was nun geschehen muss Viele halten Deutschland für ein reiches Land. Doch das ist ein Irrtum. In einem Webinar von FOCUS Online und Finanzen erklärt Ökonom Daniel Stelter, vor welchen Problemen wir stehen und was nun geschehen muss, um unseren Wohlstand zu retten.

Das ist allerdings eine schlechte Idee. Die Finanzämter sind mittlerweile für den Handel mit Kryptowährungen sensibilisiert. Und selbst, wenn Ihre reinen Bitcoin-Transaktionen anonym erfolgen, gilt das meistens nicht für die Plattformen, bei denen Sie die digitalen in echte Münzen umtauschen. Ist darüber erst einmal Ihre anonyme Blockchain-ID bekannt, können sogar alle vergangenen Transaktionen eingesehen werden. Geben Sie Ihre Bitcoin-Gewinne also nicht entsprechend in der Steuererklärung an, ist das eine strafbare Steuerhinterziehung. Die wird mit einer Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft.

Ab Gibt es eine Möglichkeit, diese Steuern zu umgehen. Alles Wissenswerte erfahren Sie hier. Die meist bekannte Kryptowährungen sind Bitcoin, ETH, Ripple und Bitcoin Cash. Was ist Kryptowährung. Kryptowährungen sind keine Währungen im eigentlichen Sinne, sondern digitale Zahlungsmittel. Inzwischen gibt es mehr als 4. Kryptowährungen werden — im Gegensatz zu anderen Währungen — nicht von staatlicher Seite ausgegeben. Gewinn bzw. Verlust berechnen sich aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Wichtig zu wissen: Wird die Kryptowährung mindestens 12 Monate gehalten, sind die Gewinne steuerfrei.

Dies gilt allerdings nicht für Zinserträge aus diesen Geschäften, diese sind stets zu versteuern. Erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen und berechnen Sie gleich, ob Sie für Ihre Gewinne Steuern zahlen müssen. Für Gewinne gibt es eine Freigrenze von Euro pro Jahr. Wird z. Und damit sind für den gesamten Gewinn Steuern zu zahlen — nicht nur für den Betrag, um den die Freigrenze überschritten wird. Es ist stets Abgeltungssteuer zu zahlen, falls Zinsgewinne bei Kryptowährungen anfallen. Dies ist unabhängig davon, wie lange man die Währungen schon hält, es gibt für Zinsgewinne keine Steuerfreiheit nach 12 Monaten wie bei den Gewinnen aus dem Verkauf. Falls Sie häufig Kryptowährungen kaufen und verkaufen, könnte die Finanzbehörde diesen Handel als Gewerbe einstufen. In diesem Falle würde das Krypto-Vermögen zum Betriebsvermögen und entsprechend besteuert.

Dokumentieren Sie daher stets Ihre Transaktionen, damit Sie einen Nachweis erbringen können, falls das Finanzamt nachfragt. Falls die Gewinne aus der Kryptowährung durch Mining entstanden sind, ist im Einzelfall zu prüfen, ob das Einkommenssteuergesetz hier überhaupt zur Anwendung kommen kann. Privatanleger mit Aktien, Fondsanteilen und anderen regulierten Anlageprodukten im Depot kommen meist kaum noch mit dem Finanzamt in Berührung — die Banken führen für sie die Abgeltungsteuer ab und verrechnen gegebenenfalls Gewinne mit Verlusten. Ganz anders ist das bei Investitionen in Kryptowährungen. Waren diese bisher ein Nischenphänomen, so hat der steile Kursanstieg von Bitcoin, Ether, Ripple und Co.

Aber: Die Geldbestände in virtuellen Währungen werden zwar rechtlich weder als Fremd- Währung noch als Kapitalanlage, sondern als sonstige Wirtschaftsgüter behandelt. Gewinne und Verluste aus Kryptowährungen können aber trotzdem für die Steuererklärung relevant sein. Werden etwa Bitcoins innerhalb der Jahresfrist mit Gewinn verkauft, handelt es sich dabei um Spekulationsgewinne, die dem regulären Einkommensteuersatz unterliegen. Für Vorsichtige keine eine so gute Idee: Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether oder Ripple sind nichts für vorsichtige Anleger. Die Kursschwankungen sind nach wie vor enorm, ein Totalverlust des Investments jederzeit möglich. Gleichzeitig bieten Bitcoin und Co. Und sie sind im Finanzalltag angekommen: Mit Krypto-Debitcards gibt es inzwischen eine einfache Möglichkeit, die Kryptos aus deinem digitalen Wallet in echtes Geld zu verwandeln.

Seit entwickelt sich mit sogenannten Initial Coin Offerings ICOs zudem eine neue Finanzierungsform. Besonders Startups nutzen ICOs, um sich Kapital für ihre Projekte im Austausch für virtuelle Währungen oder andere Krypto-Token zu beschaffen. Im Rahmen von ICOs wurde weltweit ein zweistelliger Milliardenbetrag an Anlegergeldern eingesammelt. LIES AUCH: Krypto-Debitkarten — wie funktionieren sie und was ist zu beachten. Durch den offiziellen Status sollen Kryptowährungen stärker reguliert werden. Während die Wildwest-Zeit auf dem Krypto-Markt also langsam vorbei ist, rückt unter anderem das Thema Steuern stärker in den Fokus. An dieser Stelle ein Spoiler in Sachen Anonymität: Bitcoin lassen sich sehr wohl nachverfolgen — denn alle Transaktionen sind öffentlich.

Um den exakt zu versteuernden Ertrag zu berechnen, ziehen Sie von dem Verkaufspreis den Kaufpreis und die sogenannten Verkaufswerbungskosten ab. Letzteres können beispielsweise Händlerprovisionen sein. Forum – Nouvelles des anciens - bestes kryptokreis fur 5 jahre. Haben Sie sämtliche Erträge für die Bitcoin Steuern berechnet, werden diese in der Anlage "Sonstige Einkünfte" SO erfasst. Bleiben Sie mit allen Erträgen eines Jahres unter der Freibetragsgrenze von Euro, sind Sie nicht verpflichtet die Anlage SO auszufüllen.

Um eventuellen Rückfragen durch das Finanzamt vorzubeugen, kann es aber auch nicht schaden, alle Unterlagen komplett auszufüllen — gerade mit der entsprechenden Software, wie beispielsweise Elster, dauert das Ausfüllen nur wenige Minuten. Der Steuersatz auf die Gewinne aus Kryptowährungen ist nicht pauschal geregelt, sondern richtet sich nach Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Es gibt die Möglichkeit, Bitcoin und andere Kryptowährungen zu verleihen und für das Verleihen Zinsen zu erhalten. Dieses Vorgehen wird Coinlend genannt. Es hat weitreichende Konsequenzen für die Versteuerung von Gewinnen: So erhöht sich die Haltefrist auf zehn Jahre, bis Sie Bitcoin steuerfrei verkaufen können, egal wie hoch der Gewinn ist — beim Verkauf innerhalb der zehn Jahre bleibt die Freigrenze bis Euro bestehen.

Die Zinsen müssen Sie eventuell ebenfalls versteuern: Hier greift die Abgeltungs- beziehungsweise Kapitalertragssteuer, wie auch bei Aktien oder Wertpapieren. Das Finanzamt prüft also aktuell noch jeden Einzelfall individuell. Eine dieser Möglichkeiten ist das sogenannte Initial Coin Offering, kurz ICO. Firmen, deren Geschäftsmodell auf einer Kryptowährung basiert, nutzen das ICO als eine Art Crowdfunding. Letztlich wird bei einem Initial Coin Offering ein Teil einer neu emittierten Kryptowährung an Anleger entweder gegen eine staatliche Währung oder beispielsweise Bitcoins verkauft. So können Kryptowährungs-Firmen neues Kapital aufnehmen. Haben Sie sich als Anleger an einem ICO beteiligt oder zum Beispiel Bitcoins verliehen, wird es mit der Steuererklärung komplizierter.

Denn bisher gibt es von Seiten der Finanzverwaltung noch keine offizielle Stellungnahme zur Besteuerung dieser Investitionen. Das Finanzamt wird dementsprechend aktuell jeden Fall individuell prüfen.