Kryptowährungen: Wann Sie auf Bitcoins Steuern zahlen müssen

18.9.2021

Mussen Sie Steuern auf den Gewinn von Cryptocurcy zahlen?

Kryptowährungen: Wann Sie auf Bitcoins Steuern zahlen müssen


Haben Sie sämtliche Erträge für die Bitcoin Steuern berechnet, werden diese in der Anlage "Sonstige Einkünfte" SO erfasst. Bleiben Sie mit allen Erträgen eines Jahres unter der Freibetragsgrenze von Euro, sind Sie nicht verpflichtet die Anlage SO auszufüllen. Um eventuellen Rückfragen durch das Finanzamt vorzubeugen, kann es aber auch nicht schaden, alle Unterlagen komplett auszufüllen — gerade mit der entsprechenden Software, wie beispielsweise Elster, dauert das Ausfüllen nur wenige Minuten. Der Steuersatz auf die Gewinne aus Kryptowährungen ist nicht pauschal geregelt, sondern richtet sich nach Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Es gibt die Möglichkeit, Bitcoin und andere Kryptowährungen zu verleihen und für das Verleihen Zinsen zu erhalten. Dieses Vorgehen wird Coinlend genannt. Es hat weitreichende Konsequenzen für die Versteuerung von Gewinnen: So erhöht sich die Haltefrist auf zehn Jahre, bis Sie Bitcoin steuerfrei verkaufen können, egal wie hoch der Gewinn ist — beim Verkauf innerhalb der zehn Jahre bleibt die Freigrenze bis Euro bestehen. Die Zinsen müssen Sie eventuell ebenfalls versteuern: Hier greift die Abgeltungs- beziehungsweise Kapitalertragssteuer, wie auch bei Aktien oder Wertpapieren. Zwölf Jahre später gibt es über 5.

Neben dem klassischen Kauf des Kryptogeldes auf entsprechenden Online-Marktplätzen, können die virtuellen Währungen auch durch das sogenannte Mining verdient werden. Beim Mining, also dem Schürfen, muss der Computer des Anwenders schwierige mathematische Gleichungen lösen. Durch diesen Prozess entsteht neues virtuelles Geld. Aber Achtung: Wer durch das Erzeugen von beispielsweise Bitcoins Gewinne erzielt, hat Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Beim Cloudmining — man schürft also nicht selbst, sondern lässt schürfen — kommt es bei der Besteuerung auf die genaue vertragliche Ausgestaltung mit dem Dienstleister an. Denn: Solange Sie Bitcoins in Ihrem Wallet — also Ihrem digitalen Portemonnaie — halten, müssen Sie diese auch nicht versteuern. Diese steuerlichen Grundsätze zählen für alle Kryptowährungen — es ist also egal, ob Sie Bitcoin, Ethereum mehr dazu hier oder Cardano kaufen oder verkaufen.

Da Bitcoins nicht genauso versteuert werden wie etwa Gewinne aus Aktien, kann es sein, dass Ihre Gewinne aus Kryptowährungen komplett steuerfrei sind. Aber Vorsicht: Wenn Sie zwischendurch mit den Bitcoins etwas gekauft haben oder diese zwischenzeitlich in eine andere Kryptowährung umgetauscht haben, gilt diese Regel nicht für Sie. Als Wert des Geschäftes gelte dabei der aktuelle Währungswert an der Börse. In diesem Fall haben Sie mit Ihren Bitcoins Einkünfte generiert und die Spekulationsfrist erhöht sich auf zehn Jahre, erklärt Steuerberater Christoph Juhn im Interview mit "Finanzfluss". Verkaufen Sie in dieser Zeit Ihre Kryptowährungen, sind Ihre Gewinne erneut steuerpflichtig.

In Fachkreisen sei diese Regelung aber durchaus umstritten. Dasselbe gilt auch, wenn Sie das sogenannte Staking betreiben, etwa bei Währungen wie Cardano, oder Ihre Kryptowährungen gegen Zinszahlungen verleihen Lending. Auch in diesem Fall generieren Sie mit Ihrem "sonstigen Wirtschaftsgut" — Ihren Coins — Einkünfte. News Blog Presse Kontakt. Frankfurt Karlsruhe Berlin Hamburg München. Lifo Klage gegen Kryptobesteuerung Kryptosteuererklärung Krypto-Steuerhinterziehung Umgang mit fehlenden Daten Verlustverrechnung Blockchain im Unternehmen Initial Coin Offering ICO Krypto-Handelsplattform Krypto-Herkunftsnachweise Krypto-Regulierung und BaFin Krypto-Startup Kryptoverwahrgeschäft Kryptowährungen und Banken Mining-Pools Ethereum und Smart Contracts Non-Fungible Tokens NFTs Kapitalanlagerecht Kapitalmarktrecht Maklerhaftung Prozessführung.

Alle Fragen und Antworten im Überblick. Welche Steuern werden beim Handel mit Kryptowährungen erhoben? Wie berechnet sich die Höhe der Steuern für Kryptowährungen? Können Gewinne auf Kryptowährungen steuerfrei sein? Wenn Kryptowährungen länger als ein Jahr gehalten werden, ist der Gewinn aus dem Verkauf in Deutschland komplett steuerfrei. Wird das Mining von Kryptowährungen besteuert? Beim Mining als Hobby sind Gewinne nicht steuerbar. Bei Mining ist man allerdings oft sehr schnell im gewerblichen Bereich. Eines vorweg: Liegt zwischen Kauf und Verkauf von Kryptogeld mehr als ein Jahr, sind die Gewinne gänzlich steuerfrei.

Für Gewinne aus dem Verkauf von Kryptogeld gibt es einen Freibetrag. Der Kaufkurs berechnet sich, indem man zum Beispiel Werbungskosten wie Handelsgebühren vom Verkaufspreis abzieht. Waren diese bisher ein Nischenphänomen, so hat der steile Kursanstieg von Bitcoin, Ether, Ripple und Co. Aber: Die Geldbestände in virtuellen Währungen werden zwar rechtlich weder als Fremd- Währung noch als Kapitalanlage, sondern als sonstige Wirtschaftsgüter behandelt. Gewinne und Verluste aus Kryptowährungen können aber trotzdem für die Steuererklärung relevant sein. Werden etwa Bitcoins innerhalb der Jahresfrist mit Gewinn verkauft, handelt es sich dabei um Spekulationsgewinne, die dem regulären Einkommensteuersatz unterliegen. Wer in eine virtuelle Währung investiert hat, sollte daher den Anschaffungsvorgang dokumentieren. Übersicht Abo Impressum Kontakt Newsletter trend TOP Das aktuelle Heft.

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