Krypto-Währungen - Fatale Gier nach billiger Energie

22.10.2021

Gibt es BTC-Maschine im Iran?

Krypto-Währungen - Fatale Gier nach billiger Energie


Grund hierfür seien zahlreiche Stromausfälle, für die Regierungsbeamte vor allem illegale Miner verantwortlich machen. Miner verwenden speziell angefertigte Computer, um komplexe mathematische Gleichungen zu lösen, wofür sie letztlich mit Kryptowährung belohnt werden. Dieser Prozess kostet allerdings enorm viel Strom. Laut "BBC" beteuerte Präsident Hassan Rohani bei einer Kabinettssitzung zwar, dass die andauernde Dürre die Stromerzeugung durch Wasserkraft beeinträchtigt habe. Mitschuld sei aber auch Kyrpto-Mining, das täglich mehr als zwei Gigawatt Strom verbrauche. Die meisten dieser Einrichtungen seien illegal oder nicht wie vorgeschrieben staatlich lizenziert. Für den Iran hat das Geschäft mit Kryptowährungen zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Die iranische Wirtschaft hat unter dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen, harten Sanktionen und sinkenden Ölexporten enorm gelitten. Der "Financial Times" zufolge investierten viele Iraner in den vergangenen Monaten in Kryptowährung. Damit hätten sie ihre Ersparnisse angesichts hoher Inflation und stagnierender Immobilienpreise absichern wollen. Schätzungsweise 4,5 Prozent des weltweiten Minings finde mittlerweile im Iran statt. Das Verbot soll bis zum September gelten. Laut "BBC" erklärte die nationale Elektrizitätsgesellschaft am Samstag, dass staatlich lizenzierte Mining-Einrichtungen ihren Betrieb bereits freiwillig eingestellt hatten.

Das gilt offenbar nicht für alle Betriebe. Einem Bericht der "Financial Times" nach hatte das Energieministerium letzte Woche einen Mining-Betrieb abschalten wollen — die Beamten seien mit Schüssen empfangen worden. Ohnehin seien die nicht lizenzierten Einrichtungen das eigentliche Problem. Rohani erklärte, dass 85 Prozent der Mining-Betriebe im Land nicht wie vorgeschrieben lizenziert seien, jedoch bis zu siebenmal mehr Strom verbrauchten. Laut dem Analyseunternehmen "Elliptic" hat die Regierung Mining offiziell anerkannt und ein Lizenzierungssystem eingeführt: Miner hätten sich identifizieren, einen höheren Stromtarif zahlen und ihre gesammelte Kryptowährung an die iranische Zentralbank verkaufen müssen. Dadurch wollte der wirtschaftlich isolierte Staat die harten Sanktionen umgehen — die digitale Währung könne theoretisch zum Kauf von Importgütern verwendet werden.

Er erklärte:. Es ist also sowohl einfacher als auch profitabler geworden, Bitcoin zu minen. Das ist ein Rezept, um mehr Miner wieder anzulocken. Spanos sagte, dass Minenbetreiber, die aus China auswandern, sich einen Platz in der unmittelbaren Nachbarschaft suchen werden, wie Kasachstan, Iran oder Russland. So haben diese etwa Strom, der von der Regierung subventioniert wird, für das Mining abgezapft; die Regierung hat daraufhin etwa 1. Diese Maschinen hätten die Stromnachfrage um 7 Prozent erhöht; was bei 1. Die Google-Übersetzung ist nicht immer ganz eindeutig. Um zu verhindern, dass es die Stromversorgung gefährdet, reguliert die Regierung das Mining. Sie verbietet den Minern, Elektrizität oder Erdgas zu verbrauchen, wenn es zu Verbrauchsspitzen kommt, sowie Strom oder Erdgas zu benutzen, die Haushalten, der Landwirtschaft oder der Industrie zugeteilt wurden.

Miner müssen beim Finanzministerium eine Lizenz beantragen; dieses hat bereits mehr als 1. Das deutet darauf hin, dass es durchaus einen Mining-Boom im Iran gibt und die Regierung gewillt ist, diesen zuzulassen. Für den Iran sind Kryptowährungen volkswirtschaftlich nützlich. Sie können die schmerzhaften Finanzsanktionen abmildern. Zum Hauptinhalt springen. Startseite Wissen Krypto-Währungen - Fatale Gier nach billiger Energie. Zum Inhalt springen Channel. Iran umgeht Sanktionen durch Krypto-Mining Der BBC zufolge finden schätzungsweise 4,5 Prozent des weltweiten Krypto-Minings im Iran statt.

Argo Blockchain: Britischer Krypto-Miner kauft zwei Wasserkraft-Datenzentren in Kanada Hohe Anzahl an illegalen Minern Laut dem US-Sender CNBC ist der iranischen Regierung illegales Krypto-Mining schon seit mehreren Monaten ein Dorn im Auge. Ganzen Artikel lesen. Zudem sinkt die Chance eines einzelnen Computers auf neue Bitcoins, je mehr Computer am Netz teilhaben. Dementsprechend viele stromhungrige Rechner benötigen professionelle Bitcoin-Schürfer, damit sich ihr Geschäft lohnt. Laut einer Analyse der Investmentbank JP Morgan lag der Strompreis pro Bitcoin im globalen Schnitt Ende vergangenen Jahres bei gut Dollar. Doch als der Bitcoin-Kurs vor einigen Monaten deutlich unter die Dollar-Marke abstürzte, wurde der Betrieb der Schürf-Rechenzentren für viele Betreiber unrentabel.

Asic Btc Groihandel: bitmain antminer d3. Der Betrieb der Rechner, der neben den Stromkosten auch noch hohen Aufwand für Anschaffung und ständige Aktualisierung der Hardware mit sich bringt, lohnte sich nur noch in China — dort kaufen die Mineure günstigen Kohlestrom mit Sonderverträgen direkt von industriellen Kraftwerksbetreibern. Der Bitcoin ist deswegen die schmutzigste und klimaschädlichste Digitalwährung der Welt. Der Iran ist besonders attraktiv für Bitcoin-Mineure, da die staatlichen Energieanbieter zahlreiche Sondertarife für Fabriken anbieten und Schulen sowie Moscheen sogar umsonst mit Strom beliefern.

Seit Mitte Januar häufen sich Berichte über die Entdeckung illegaler Bitcoin-Schürfzentren. Allein in Schahre-Rey, einer Industriestadt etwa 15 Kilometer südlich der iranischen Hauptstadt Teheran wurden illegale Bitcoin-Mining-Rechner sichergestellt. Bei landesweiten Razzien sollen Zehntausende Maschinen entdeckt worden sein. Um den hohen Stromverbrauch in der kalten Jahreszeiten zu reduzieren, mussten seit Januar sogar die lizensierten Bitcoin-Hersteller ihre Aktivitäten einstellen. Umweltaktivisten und Experten bezweifeln unterdessen, dass die Herstellung von Bitcoins hauptverantwortlich für die Stromausfälle sei.

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