Goldrausch im Keller: Krypto-Miner im Wettlauf gegen die Zeit

17.9.2021

Cryptocurrency Mining Rechenzentrum

Goldrausch im Keller: Krypto-Miner im Wettlauf gegen die Zeit

Goldrausch im Keller: Krypto-Miner im Wettlauf gegen die Zeit


In mehreren Landesteilen wurden riesige Rechenzentren abgeschaltet. Zuletzt wurden rund zwei Drittel aller neuen Bitcoins weltweit mit Rechnern in China erzeugt. Das bedeutet also, dass wir, wenn wir einen kritischen Ausfall in unserem Energiesystem haben, gezwungen sind, einen Teil der Miner abzuschalten. Wir kompensieren dies jedoch, indem wir immer zusätzliche Miner haben und diese einsetzen, um die Kundengeräte, die offline gehen, automatisch zu ersetzen. Am Ende merken die Kunden dadurch nicht, wenn es Probleme gibt. In Vertiv fand Evobits I. Im Mai konnte das Rechenzentrum den Betrieb aufnehmen. Bild: Vertiv Evobits I. Silviu Catalin Balaci: Beim Bau der ersten Anlage gingen wir davon aus, dass wir problemlos eine Kühlung mit Direktverdampfung verwenden könnten.

Da wir allerdings ständig auf hoher Last laufen, war das keine Lösung für uns. Somit hatten wir Bedenken, ob unsere zweite Anlage bei den extremen Temperaturen im Sommer überhaupt funktionieren würde. Erfolg mehr. Trends Management Hochschule Beruf Karriere Anzeige: EntscheidungsMacher. Politik mehr. Deutschland Europa Ausland Konjunktur. Technologie mehr. Jetzt anmelden. Fast fertig. Das Ende des Minings. Nächste Seite 1 2 3 4 5. Finde einen Job, den du liebst. PARSA Haar- und Modeartikel GmbH Sinsheim. Die BBC zitiert einen Politiker der lokalen Piratenpartei, der bereits hinterfragt, was die Isländer von den weitgehend steuerfreien und wenig Jobs bringenden Aktivitäten haben. Immerhin müssten sie im Ernstfall ihr bisher sorgloses Energieparadies aufgeben - mit im Winter bis 25 Grad geheizten Häusern und trotzdem weitgehend gutem Gewissen.

Neueste Beiträge: eth miners will have few options once ethereum 2. In mancher Hinsicht könnten sie existierenden Währungen und der Geldpolitik den Garaus machen. Bürger könnten sie eines Tages vorziehen, weil sie besonders in entlegenen Gegenden leichter und sicherer zu bekommen wären als Bargeld. Als Währung wäre es eine Rückkehr ins dunkle Zeitalter. Wie jede Blase, wird diese von einer Story angetrieben. Wir haben eine neue Form von Geld, was extrem revolutionär klingt, mit einer sehr cleveren Nutzung von Kryptographie, die zu verstehen man den ganzen Nachmittag brauchen kann.

Das treibt den Markt, keine Fundamentaldaten. Dies wird auch Hash genannt. Dieser Hash wird im Block am Ende der Blockchain aufbewahrt. Hashes haben einige interessante Eigenschaften. Es ist recht einfach, einen Hash aus den Informationen des Bitcoin — Blocks zu erzeugen, doch nahezu unmöglich zu sehen, was der Hash zuvor war. Ferner ist zu beachten, dass jeder Hash einzigartig ist: wenn auch nur ein Zeichen im Block geändert wird, verändert sich der komplette Hash. Um einen Hash zu erzeugen, nutzen die Miner nicht nur die Daten der Transaktion im Block , sondern auch noch andere zusätzliche Daten.

Ein Teil der Daten ist dabei der Hash im letzten Block der Blockchain. Da jeder Hash eines Blocks den Hash des vorherigen Blocks benutzt, entsteht eine Art Wachssiegel. Er bestätigt, dass der jetzige Block und der davor gültig ist. Würde jemand versuchen, eine Transaktion zu manipulieren, indem er den Block ändert, der sich bereits in der Blockchain befindet, so müsste derjenige auch den Hash verändern. Stattdessen entschied man sich, energieintensive Industrien und deren Wertschöpfung auf die Insel zu locken, darunter Aluminium-Hütten und die Blockchain-Branche. Eines der ersten Unternehmen, die in Island eine Bitcoin-Mine gebaut haben, war im Jahr Genesis Mining. Zu den Gründern gehört der Deutsche Philip Salter, der inzwischen Chief Technical Officer beim Schwesterunternehmen Genesis Digital Assets ist. Salter fasst die Vorzüge des Inselstaates zusammen: "Es gibt keine politischen oder geopolitischen Risiken, die Infrastruktur ist sehr zuverlässig und der Strom ist nachhaltig und unglaublich billig.

Der Stromkostenvorteil steht deshalb auf der Kippe. In den letzten Jahren ist die Mining-Industrie bereits anderswo wesentlich stärker gewachsen. Und so ist Islands Anteil an der Weltproduktion - je nach Erhebung - unter zwei oder gar unter ein Prozent gesunken. Dass die Isländer ihre einzigartige Natur derzeit nicht noch mehr Kraftwerkskapazität opfern wollen, sagt Mining-Pionier Salter, könne er gut verstehen. Zudem gebe es Alternativen. Auch das skandinavische Festland ist ein beliebter Standort für Mining-Unternehmen. Norwegen hat die Isländer bei der Hashrate bereits überholt. Salter geht davon aus, dass auch Schweden das Zeug hat, ein Hotspot für Bitcoin-Schürfer zu werden: "Insbesondere im Norden des Landes, wo auch wir eine Mining-Farm betreiben, sind die Bedingungen mit denen in Island vergleichbar.

Für den Zusammenschluss mit Northern Bitcoin sprach ganz konkret der Umstand, dass hier zwei nahezu perfekt zueinander passende Unternehmen zusammenfinden. Als hätten wir uns in den vergangenen Jahren aufeinander abgestimmt, haben wir in unterschiedlichen Bereichen Kompetenzen aufgebaut, die uns nun in ihrer Gesamtheit zu einer weltweit dominierenden Marktstellung verhelfen. Northern Bitcoin verfügt über ausgereifte mobile Mining-Container für praktisch jeden möglichen Standort in der Welt und nutzt diese, um selbst Bitcoins zu minen. Diese vermieten wir an internationale Konzerne. Gemeinsam decken wir den gesamten Markt ab. WELT: Aber was bringt den bisherigen Aktionären von Northern Bitcoin der Zusammenschluss. Zudem war Northern Bitcoin sehr abhängig vom stark schwankenden Bitcoin-Kurs. Neben weiteren möglichen Destinationen in Asien, Ost- und Nordeuropa, Kanada sowie in den USA, scheint im Moment vor allem der US-Bundesstaat Texas zur ersten Wahl für viele Miner zu werden.

Der Staat produziert billigen Strom, ist stark in erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarenergie engagiert, zudem gilt der texanische Gouverneur Greg Abbott als krypto- und miningfreundlich. Ganz allein auf weiter Flur wären die zugezogenen neuen Miner nicht, zum Beispiel die Bitcoin Mining Company Riot Blockchain ist schon länger mit Hochleistungs-Rechenzentren in Texas präsent. Die Dimensionen der Mining-Anlage im Bild unten zeigen auch, weshalb die meisten Miner nicht mit kleinem Gepäck reisen werden. Allerdings hat bei der Versorgungssicherheit der letzte Winter ein Fragezeichen gesetzt.