An der Kryptowährungs-Handelsplattform Binance wurden Bitcoins gestohlen

17.1.2022

Crypto-Borsen, die nie gehackt wurden

An der Kryptowährungs-Handelsplattform Binance wurden Bitcoins gestohlen

An der Kryptowährungs-Handelsplattform Binance wurden Bitcoins gestohlen


Kryptowährungen gibt es schon seit mehr als einem Jahrzehnt. Während dieser Zeitspanne haben wir mehr als einhundert bedeutender Hacks bei Kryptobörsen und anderen Diensten im Zusammenhang mit Krypto-Währungen beobachten können. Sehr oft bleiben die Details der Hacks im Dunkeln. Journalisten interessieren sich mehr für die verlorenen Summen und die betroffenen Organisationen haben es nicht eilig, die Einzelheiten ihrer Panne preiszugeben. Erlauben Sie uns die journalistische Lücke zu füllen, indem wir ein wenig darüber sprechen, wie diese Hacks funktionieren — nicht um den Betroffenen eine Predigt zu halten, sondern in der Hoffnung, eine Wiederholung solcher Vorfälle verhindern zu können.

Kryptobörsen speichern die Kryptowährungen und das normale Geld der Benutzer auf herkömmlichen Bankkonten. Für Cyberkriminelle ist es riskant, sich mit gewöhnlichem Geld zu beschäftigen, da die gestohlene Summe schnell abgehoben werden müsste, noch bevor die Bank überhaupt die Möglichkeit hätte, die Konten einzufrieren. Deshalb entscheiden sich Hacker normalerweise für Kryptowährung. Die ersten und vielleicht einzigen Tatsachen, die über einen typischen Kryptobörsen-Hack das Licht der Öffentlichkeit erblicken, sind: a dass es passiert ist und b dass das Geld der Kunden weg ist. Aber was ist wirklich passiert? Höchstwahrscheinlich folgendes: Zunächst erhielten die Angreifer eine Liste der Mitarbeiter, untersuchten ihre Interessen auch in sozialen Netzwerken und sendeten gezielte Phishing-E-Mails mit böswilligen Payloads an diejenigen, die sie für die leichtgläubigsten hielten.

Auf diese Weise gelangten die Cyberkriminellen in das Netzwerk der Börse. Als Nächstes lernten sie, wie oft der Buchhalter mit dem Geschäftsführer kommunizierte, was sie sich gegenseitig sendeten, wie das interne Netzwerk aufgebaut war, wo die Kryptogeldbörsen gespeichert waren und wie sie geschützt waren. Wenn das automatische System der Börse so eingerichtet ist, dass das Überweisen von Kryptowährung möglich ist, können die Angreifer mit den Zugriffsrechten des gehackten Rechners Kryptowährung an sich selbst senden. Neusten Ermittlungen der japanischen Behörden zufolge stammten die Akteure allerdings aus dem Innern der Firma.

Home Geld Bitcoin-Börse gehackt: Fünf Millionen Dollar weg. Lesezeit: 1 Minute. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen. Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Bei der einfachen Variante des Cryptophishing setzen die Kriminellen auf die altbewährte Phishing-Mail. Dabei suggerieren sie angebliche Sicherheitswarnungen wie in unserem Schadenfall und bieten einen Sicherheits-Check an, indem das Opfer auf einen Link klicken soll. Auch Mails mit der Bitte, an einer Umfrage zu bestimmten Krypto-Events teilzunehmen, sind in Umlauf. Als Anreiz fürs Mitmachen werden Belohnungen in Bitcoins angeboten. Klickt das Opfer auf einen Link in der Mail, wird es auf eine Fake-Version seines Wallets umgeleitet, wo es seine Anmeldedaten eingeben soll.

Da die Kriminellen in Bitcoin-Wallets schnelle und hohe Beute sehen, gehen sie bei den Mails und den Fake-Websites sehr geschickt vor und stecken laut Kaspersky mehr Zeit, Aufwand und Geld in die Phishing-Mails, die dadurch für den User schwer zu erkennen sind. Beim raffinierten Cryptophishing betreiben die Cyberkriminellen sogar noch mehr Aufwand und machen sich dazu Facebook zunutze. Sie machen eine Community für Kryptowährungen ausfindig und fälschen eine Facebook-Seite, die genauso aussieht wie das Original. Globale Erwärmung XXL. Du willst dich mit Golem. Zum Stellenmarkt. Mehr Infos. Coinmama Bei der Krypto-Börse ist nicht klar, ob Kryptowährungen oder Fiat-Geld entwendet wurde, allerdings wurde eine Datenbank mit über Die Hacker bedienten sich dabei 20 verschiedenen Kryptowährungen.

Bitfinex Durch einen Exploit gelangten Eindringlinge an Das veranlasste die Kryptobörse zum Wechsel auf Cold-Wallets anstatt Hot-Wallets sowie weiteren Sicherheitsvorkehrungen. Die Summe mag wenig klingen, ist aber heutzutage Einiges mehr wert. Auch die Anzahl der BTC entsprach einem Zehntel an Poloniex' Assets zum damaligen Zeitpunkt. Gox Auch wenn der Hack im Juni startete, dauerte dieser bis zum 7. Zudem stand den Kunden offen, ihre Schuldscheine gegen Anteile an Bifinex zu tauschen. Auch das wurde rege gemacht. Wie überraschend die erfolgreiche Bewältigung des Hacks für alle Beteiligten war, liess sich am Kurs der handelbaren Schuldscheine ablesen. Ein Schuldschein war ein Versprechen für einen Dollar.

Phasenweise letzten Herbst wurden sie allerdings nur für 30 Cents gehandelt. Auch wenn dieser Hack niemals passieren darf, ist es positiv zu werten, wie schnell und professionell CZ und die Verantwortlichen darauf reagiert haben. Wer nur mit Bitcoin bzw. Dort können die Coins zwar nur mit Zeitverzögerung verkauft werden, jedoch ist es praktisch nicht möglich diese zu hacken. Für Zocker, die unbedingt mit kleineren Altcoins spekulieren wollen, bleibt Binance nach wie vor eine gute Adresse.