Bitcoin, Ethereum & Co: So versteuern Sie Kryptowährungen

17.5.2022

BTC Verkaufensteuern.

Bitcoin, Ethereum & Co: So versteuern Sie Kryptowährungen

Bitcoin, Ethereum & Co: So versteuern Sie Kryptowährungen

Ja, Sie können Ihre Bitcoin-Verluste von der Steuer absetzen. Allerdings gilt hier derselbe Grundsatz wie bei Verlusten aus Kapitalgeschäften. Auch hier können Sie beispielsweise nur Verluste aus Aktien mit Gewinnen aus Aktien verrechnen. Haben Sie in diesem Jahr keinen Gewinn mit solchen Gütern gemacht, können Sie den Verlust auch ohne eine Begrenzung auf die kommenden Jahre übertragen. Aktuell ist es für das Finanzamt noch sehr schwer nachzuvollziehen, welcher Bürger Kryptowährungen hält und handelt. Die Daten sind daher nicht direkt für das Finanzamt zugänglich. Doch das könnte sich bald ändern. Die Ziele dieser Bemühungen seien klar: Kryptowährungen und elektronisches Geld sollen in Zukunft meldepflichtig sein.

Zudem sollen europäische Kryptobörsen und Anbieter von Wallets dazu verpflichtet werden, ihre Kunden zu identifizieren und verdächtige Sachverhalte zu melden. Ganz anders ist das bei Investitionen in Kryptowährungen. Waren diese bisher ein Nischenphänomen, so hat der steile Kursanstieg von Bitcoin, Ether, Ripple und Co. Aber: Die Geldbestände in virtuellen Währungen werden zwar rechtlich weder als Fremd- Währung noch als Kapitalanlage, sondern als sonstige Wirtschaftsgüter behandelt. Gewinne und Verluste aus Kryptowährungen können aber trotzdem für die Steuererklärung relevant sein. Werden etwa Bitcoins innerhalb der Jahresfrist mit Gewinn verkauft, handelt es sich dabei um Spekulationsgewinne, die dem regulären Einkommensteuersatz unterliegen. Aktuelle Testberichte von Hard- und Software gratis per Newsletter. Bei der Beurteilung, ob und wie viel Steuern auf Gewinne aus dem Handel mit Bitcoin zu bezahlen sind, sind zwei Details entscheidend:.

Grundsätzlich gilt: Halten Sie Bitcoin oder eine andere Kryptowährung länger als ein Jahr, müssen Sie beim Verkauf von Bitcoin keine Steuern auf den Gewinn zahlen — egal, wie hoch dieser ausfällt. Findet der Verkauf innerhalb eines Jahres nach dem Kauf statt, ist die Gewinnhöhe entscheidend. Gewinne bis Euro sind ebenfalls steuerfrei. Sobald Sie auch nur einen Euro mehr Gewinn gemacht haben, müssen Sie den kompletten Betrag, nicht nur den einen Euro zu viel, versteuern. Verkaufen Sie beispielsweise ein Kunstwerk mit einem Gewinn von 1. Zwölf Jahre später gibt es über 5. Neben dem klassischen Kauf des Kryptogeldes auf entsprechenden Online-Marktplätzen, können die virtuellen Währungen auch durch das sogenannte Mining verdient werden. Beim Mining, also dem Schürfen, muss der Computer des Anwenders schwierige mathematische Gleichungen lösen.

Durch diesen Prozess entsteht neues virtuelles Geld. Aber Achtung: Wer durch das Erzeugen von beispielsweise Bitcoins Gewinne erzielt, hat Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Beim Cloudmining — man schürft also nicht selbst, sondern lässt schürfen — kommt es bei der Besteuerung auf die genaue vertragliche Ausgestaltung mit dem Dienstleister an. Im Umkehrschluss bedeutet das: Haben Sie Bitcoin gekauft und es droht ein Verlust, sollte der Verkauf unbedingt innerhalb der Jahresfrist erfolgen. Nicht selten kommt es vor, dass Bitcoin übers Internet gestohlen werden. In diesem Fall verweigern die Finanzämter bislang die Feststellung eines Verlusts bei den Steuern. Das gilt selbst dann, wenn der Diebstahl und damit der Totalverlust innerhalb eines Jahres nach dem Kauf erfolgten.

Gerne Sind wir Ihnen dabei behilflich. Kaufpreis der früher erworbenen Bitcoins oder Kosten für das Schürfen der Bitcoins. Die sog. First-in-first-out-Methode Fifo dürfte in diesen Fällen geeignet sein, die Anschaffungskosten zuverlässig zu bestimmen vgl. Dies gilt nur dann nicht, wenn der An- und Verkauf bestimmter Bitcoins ausnahmsweise klar von anderen Bitcoin-Geschäften abgegrenzt werden können. Da die Fifo-Methode mit Einführung der Abgeltungssteuer nicht mehr ausdrücklich gesetzlich geregelt ist, sollten Anleger ihre Bitcoin-Geschäfte allerdings sorgfältig dokumentieren, um ihrem Finanzamt im Zweifel geeignete Nachweise über die getätigten Transaktionen vorlegen zu können. Als Steuersatz wird der gewöhnliche individuelle Einkommensteuersatz zugrunde gelegt.

Die Abgeltungssteuer hat insoweit also keine Bedeutung. Alle Gewinne müssen von Privatanlegern in der Anlage SO der Steuererklärung eingetragen werden. Wie sind Security Token zu versteuern? Derartige Gewinne und die laufenden Erträge aus den Security Token sind je nach Ausgestaltung dieser entweder mit dem besonderen Steuersatz von 27,5 Prozent oder mit dem Progressionstarif von bis zu 55 Prozent zu besteuern. Steuerpflichtige sind dazu verpflichtet, jede Transaktion lückenlos zu dokumentieren. Erfahre hier kurz und bündig alles wichtige rund um Bitcoin und Steuern.

Da meistens Kryptowährungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten gekauft werden, ist es wichtig, ein Bewertungsverfahren zu wählen, welches auch vom Finanzamt akzeptiert wird. Die kostengünstigste Methode ist nicht unbedingt die stressfreiste und richtige Lösung. Unserer Erfahrung nach wird die LiFo Methode von Finanzämtern oft nicht akzeptiert.